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Modedesignkurse an Schulen

eva gronbach initiiert und leitet 2009 Modedesignkurse an Schulen im Ruhrgebiet. Teilnehmende Schulen sind Gesamtschule Saarn, Mühlheim an der Ruhr,8. Klasse und 12. Klasse, Herbert-Grillo-Gesamtschule Duisburg-Marxloh, 10 Klasse, Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Duisburg-Marxloh, 12. und 13. Klasse Unesco-Schule, Aufbaugymnasium Essen 12. und 13. Klasse

Modedesignkurse an Schulen im RuhrgebietModedesignkurse an Schulen im RuhrgebietModedesignkurse an Schulen im Ruhrgebiet

Nun hat Sie für das Jahr 2010 die Bundeszentrale für politische Bildung eingeladen im Projekt NEXT GENERATION - Die Zukunft der Stadt - mit den Schülern der UNESCO Schule Essen im Modedesignkurs eine Zukunftsvision zu entwickeln.

Modedesignkurse an Schulen im RuhrgebietModedesignkurse an Schulen im RuhrgebietModedesignkurse an Schulen im Ruhrgebiet

 

MODE-BEWUSST-SEIN lautet der Titel des Projektes der Modedesignkurse.

Über das "SEIN" und das "SICH BEWUSST WERDEN" gibt dieser Kurs den Schülern die Möglichkeit, "SICH MODISCH-BEWUSST-ZU-WERDEN".

Mode ist Identität. In diesem Modedesign Kurs wird die Frage nach Identität behandelt und visuell und materiell von den Schülern eigenständig umgesetzt. So steht am Anfang die Frage nach dem „MODE-BEWUSST-SEIN“ im Raum und wird von Schülern jeweils individuell und kreativ beantwortet. „Ich sehe die Erziehung an Akademien, Hochschulen und Schulen als wichtige Vorraussetzung, frühzeitig für Mode zu sensibilisieren. Hier ist es die Aufgabe, die Schüler zu motivieren, zu sensibilisieren und mit Wissen, Technik und Aufmerksamkeit darin zu bestärken, selber kreativ und aktiv als Designer tätig zu werden. Mode besitzt eine Kraft, die ungeahnte Energie der Kreativität von Schülern und Schülerinnen freizusetzen vermag." Eva Gronbach,
Dies wird durch das Heranführen der Schüler an Modedesign und ihre eigene Kreativität gewährleistet.

Durch die Einmaligkeit des Entwurfes und dadurch die Einmaligkeit der eigenen Person findet die Selbstfindung Ausdruck indem der eigene Entwurf tatsächlich selbst angezogen werden kann. So kommen die Schüler modisch in die Kommunikation mit dem Gegenüber. 
Die Selbsterfahrung des einzelnen Schülers, die eigene Idee zu formulieren, zu entwerfen, umzusetzen und tragbar zu machen , ist das grosse Geheimnis des Erfolges dieses Projektes. 
Da der Schüler sich in der Pubertät befindet, und das Selbstbild in dieser Lebensphase eine große Umwandlung erfährt ist es wichtig, den Schüler in seinem Selbstausdruck zu unterstützen.


Zu Beginn der Woche werden die drei Wörter MODE-BEWUSST-SEIN an die Tafel geschrieben. 
Mit den Schülern wird erst über das "SEIN", dann über das "BEWUSSTSEIN" und daraufhin erst über das "MODEWUSSTSEIN" gesprochen.
In diesem philosophischen Gespräch wird über die Bedeutung des Selbstausdruckes, die Zugehörigkeit oder Abgrenzung zu einer Gruppe durch das Erscheinungsbild des Einzelnen diskutiert.
Als nächster Schritt werden die Schüler motiviert, Ihre eigenen Entwürfe zu zeichnen. Auf großen Papierblöcken skizziert jeder Schüler mit Zeichenstift mehrere Entwürfe. Zu Beginn des zweiten Tages entscheidet sich der Schüler für einen Entwurf und malt diesen mit Tusche und Pinsel bunt aus. Es wird eine Vorderansicht und eine Rückansicht erstellt. Alle Entwürfe der Schüler werden an einer Wand gemeinsam präsentiert (Siehe Bild 2.) und damit "öffentlich" gemacht. Nun werden die Arbeiten gemeinsam analysiert.
Vom dritten bis einschliesslich fünften Tag beginnt die Umsetzung des eigenen Entwurfes. Hier wird individuell mit der professionellen Hilfe der Schneiderin, Modedesignerin und den Lehrern gefärbt, drapiert, zugeschnitten, gestickt, genäht und gedruckt. 
Die Designerwoche endet mit einer gemeinsam gestalteten Modenschau. Jeder Schüler präsentiert sich und seinen Entwurf vor einer großen Öffentlichkeit.

Während die Schüler an Ihren Entwürfen arbeiteten, hat Frau Eva Gronbach verschiedene Entwicklungen aus der Mode vorgetragen. So z.B. die Frage nach dem Entstehen eines Trends (Baggy Jeans) oder der Verantwortung des Trägers (Fair Trade). Dadurch wurde den Schülern die "Ernsthaftigkeit" der Mode vermittelt.

Des weiteren wurden verschiedene Berufe aus der Modebranche von den Schülern in dieser Woche erarbeitet und vorgetragen. Dies soll eine realistischen Bezug für zukünftigen Berufswünsche und Berufsziele der Schüler fördern. So haben die Schüler z.b. die Berufe des Designers, des Schneiders, des Models, des Fotografen etc. dargestellt und jeweils die benötigte Vorraussetzung und Ausbildung an Beispielen dargestellt.

Hier einige Zitate der Schüler:

"Die schönste Projektwoche !!!
Mir hat die Woche sehr gefallen, weil ich etwas Abwechslung brauchte. Ich wünsche mir etwas mehr von diesen Projektwochen.
Ich wünschte, wir würden das öfter machen.
… es war nicht der übliche Tagesablauf.
Es war mal etwas anderes als sonst.
Ich fand die Woche toll.
Es war so gemütlich.
Es war so eine gemütliche Atmosphäre.( z. B. morgens gemeinsam frühstücken )
Wir haben zusammen gegessen.
… wir waren nach der Schule nicht so müde.
… keine festen Arbeitszeiten.
Mir hat gut gefallen, dass die ganze Klasse zusammen war.
… es gibt keine E- und G- Kurse.
Es war schön immer in einer Gruppe zu sein und Unterstützung von mehr als einem Erwachsenen zu bekommen.
Wir konnten uns gegenseitig helfen.
…, dass wir im Team gearbeitet haben.
Wir hatten gute Laune. Es hat einfach Spaß gemacht. 
Wir haben uns gegenseitig geholfen, damit jeder fertig wurde.
Man wollte unbedingt seine Sachen fertig bekommen…
Weil es so viel Spaß gemacht hat, waren wir (fast) alle immer nett zueinander. Und um alles fertig zu bekommen, bin ich trotzdem länger in der Schule geblieben.
Man konnte friedlich mit allen zusammenarbeiten. 
… ich habe mehr gearbeitet als sonst.
Nach der Schule fühlte man sich zwar geschafft, aber es war ein besseres Gefühl als nach einem normalen Schultag.
Das war besser als Fachunterricht.
… wir haben trotzdem was gelernt.
Wir waren so vertraut. Sogar unsere Sachen konnten wir auf unseren Plätzen liegen lassen.
… wir konnten alles in der Schule lassen und am nächsten Tag an derselben Stelle wieder anfangen zu arbeiten. Wir haben einander vertraut, weil einem nichts weggenommen wurde.
Es war viel Arbeit, aber die Arbeit hat Spaß gemacht.
Wir konnten mehr von unserer Kreativität zeigen.
Man konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen und durfte alles so machen, wie man wollte.
Man musste sich nicht auf langweiliges Gerede der Lehrer konzentrieren.
Manche konnten ihr Talent im Nähen zeigen. Daniel war ein weiblicher Näher.
Es war toll, neue Leute kennen gelernt zu haben.
Wir hatten Besuch.
…, dass man mal andere sehen konnte. Nicht immer dieselben Lehrer.
… es macht total viel Spaß mit Fremden zu lernen, anstatt jeden Tag mit den gleichen Lehrern.
…, dass mal andere Personen zu uns kamen.
Wir durften mit anderen Erwachsenen arbeiten.
Leute haben sich für unsere Arbeit interessiert.
Man konnte mit Eva auch über private Dinge reden, wie z. B. über ihr Baby.
…es waren nette Leute da. 
Ich fand es auch sehr gut, dass eine Designerin gekommen ist. Es ist ja was, was wir auch nicht immer sehen.
Es hat Spaß gemacht mit Eva Gronbach und den anderen Assistenten zusammen zu arbeiten.
Wenn wir Hilfe brauchten, waren immer alle freundlich und haben uns geholfen.
Jeder hat etwas anderes gebastelt und hergestellt.
Man hatte Spaß etwas zu kreieren – was man sonst nie im Unterricht machen kann.
Witzig und mit viel Lust und Leidenschaft!
Wir durften ja was machen, was wir selber anziehen werden. Es ist sehr komisch etwas zu machen, was man anziehen kann.
Diese tolle Woche ist so schnell umgegangen.
…und die Zeit ging leider zu schnell um."

Das Ziel ist die Selbstfindung, Selbtsicherheit und der Selbstausdruck jedes einzelnen Schülers.

Dieses Projekt betont die Wichtigkeit des modischen Selbstbildes in der Pubertät unabhängig von Geschlecht, Interesse, Kultur und sozialer Herkunft.

Die Schüler waren hoch motiviert und konzentriert. Sie standen vor Unterrichtsbeginn vor dem Klassenraum, um weiter arbeiten zu dürfen und sie blieben extra länger und gemeinsam zu arbeiten. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klasse als Gruppe wird gestärkt. 
Zudem wurde teilweise zu Hause weiter gearbeitet und die Dynamik in den Familien positiv beeinflusst. Mütter und Großmütter haben zusammen mit Ihren Kindern zu hause genäht.
Die positive Dynamik ging damit durch die Klasse in die Familiensituation hinein. Das Verhältnis zwischen den Lehrern und den Schülern wurde neu definiert. Verschiedene Lehrer betraten den Arbeitsraum und sagten immer wieder, sie erkenne die Schüler nicht mehr wieder, da diese so ruhig und konzentriert gearbeitet haben.